Wadersloh (mw/bb). Im Schützenheim am Freudenberg in Wadersloh drehte sich am 29. März alles um Zielgenauigkeit, Teamgeist und Leidenschaft für den Schießsport. Anlass war das jährliche Vergleichsschießen der Damengarden aus der Region, das in diesem Jahr vom Schützenverein Lemkerholz-Lemkerberg (Orga-Leitung: Gabi Börnemeier) organisiert und auf dem modernen Schießstand am Freudenberg in Wadersloh ausgetragen wurde. Mit 41 Teilnehmerinnen aus sieben verschiedenen Vereinen war das Teilnehmerfeld groß und die Stimmung gut.
Das Vergleichsschießen der Damengarden ist fester Bestandteil im Kalender der Schützenvereine der Region. Jahr für Jahr richten wechselnde Vereine den Wettbewerb aus – mit dem Ziel, die Gemeinschaft unter den Damengarden zu stärken und den sportlichen Ehrgeiz zu fördern. In Wadersloh gingen Teams der Schützengilde Oelde, SV Stromberg, SV Sünninghausen, SV Wadersloh-Geist, SV Diestedde, St. Hubertus Oelde und SV Lemkerholz-Lemkerberg an den Start.


Besonders erfolgreich war die Damengarde Wadersloh-Geist: Das Team mit Nadine Austerhoff, Maria Rassenhövel, Jacqueline Martin, Svenja Fleiter, Valerie Klose und Ulla Kammermann sicherte sich den ersten Platz und nahm den Wanderpokal mit nach Geist. Auf Platz zwei landete die Damengarde Lemkerholz-Lemkerberg, gefolgt von der Damengarde aus Diestedde. In der Einzelwertung erzielten Mia Paschedag (Stromberg) und Doris Laukötter (Lemkerholz-Lemkerberg) mit jeweils 98 Ringen das beste Ergebnis.
Die St. Margareten-Schützen sind stolz auf ihren Schießstand: Mitglieder sorgen im Wechsel für den sicheren Ablauf
Der moderne Schießstand selbst steht sinnbildlich für den Einsatz vieler Wadersloherinen und Wadersloher rund um das Sportschießen und das Schützenwesen. Entstanden aus einer ehemaligen Kegelbahn, wurde die Anlage am Freudenberg zwischen 2012 und 2014 komplett in Eigenleistung umgebaut. Rund 2.500 Arbeitsstunden haben die Mitglieder der Schießgruppe investiert – vom Entkernen bis zur energetischen Sanierung. Die technische Ausstattung wurde nach und nach auf den neuesten Stand gebracht. Heute verfügen die Sportschützen über sechs vollelektronische Luftgewehrstände mit Lasertechnik und moderner Auswertungssoftware. Dass dies möglich war, lag nicht zuletzt an der Unterstützung durch den Eigentümer Karl-Heinz Junker, an regionalen Handwerksbetrieben und am Engagement vieler Vereinsmitglieder. Davon profitieren die Sportschützinnen und Schützen bis heute!








Jedes aktive Mitglied übernimmt im Wechsel die Aufsicht vor Ort bei Sonderterminen und den wöchentlichen Terminen. Beim Vergleichsschießen am Samstag waren neben Bastian Nienaber und Mario Wachsmann auch Jessica Heitvogt, Olivia Lipke und Nadine Austerhoff mit dabei. Die drei verstärken seit Herbst 2024 die Schießgruppe in Wadersloh und helfen ehrenamtlich, die Betreuung der Schützinnen und die digitale Auswertung der Ergebnisse zu übernehmen: „Wir haben ein starkes Team, das den Schießstand mit viel Herzblut betreibt. Uns ist wichtig, dass sich hier alle wohlfühlen und konzentriert trainieren können“, sagt Bastian Nienaber, der zugleich auch im Vorstand des Schützenvereins aktiv ist.
Regelmäßiges Training für Jung und Alt – Offenes Angebot für kleinere Gruppen
Der Schießstand am Freudenberg bietet mehr als nur Wettkämpfe: Dienstags trainieren Erwachsene von 19.30 bis 21.30 Uhr, freitags ist Jugendtraining von 18.30 bis 20 Uhr. Zudem bieten die St.-Margarethen-Schützen bei Bedarf mit dem Format „Schießen und Klönen für Frauen“ jeden ersten Montag im Monat einen geselligen Abend an. Die zusätzlichen Termine am Wochenende werden einzeln von Christian Viennenkötter als Schießwart abgefragt und zugesagt, wenn sich genug Aufsichtspersonen (vorgeschrieben sind mindestens zwei) finden, denn die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen ist oberstes Gebot auf dem Schießstand.
Das Vergleichsschießen hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Schießstand und das Engagement der Aktiven für das Vereinsleben in Wadersloh sind. Hier treffen sportlicher Ehrgeiz, ehrenamtlicher Einsatz und Gemeinschaftsgefühl aufeinander – eine Kombination, die den Schießsport und das Schützenwesen in Wadersloh lebendig hält und die Zusammenarbeit der heimischen Schützenvereine stärkt.
Übrigens: In diesem Jahr werden auch noch Jubiläen gefeiert. Die Damengarde Geist feiert im Mai das 30-jährige Bestehen. Die Damengarde vom Lemkerberg begeht im August sogar schon den 35. Jahrestag der Gründung!
Fotos/Text: B. Brüggenthies, zus. Bildmaterial (2): privat