Liesborn (mw). Am Palmsonntag, 13. April, findet um 10 Uhr in der Liesborner Abteikirche ein Gedenkgottesdienst für den am 14. März in Recklinghausen im Alter von 88 Jahren verstorbenen und aus Liesborn stammenden Pfarrer Heinrich Bücker statt. Damit soll in seiner Heimatkirche sein über 60-jähriges priesterliches Wirken geehrt werden. Noch im vergangenen Jahr konnte er sein Diamantenes Priesterjubiläum feiern.
Heinz Bücker, wie ihn seine Familie und seine Freunde nannten, wuchs als Drittes von insgesamt sieben Kindern der Eheleute Bernhard und Theresia Bücker in der Liesborner Bauerschaft Hentrup auf. Sein Vater war Landwirt und Holzschuhmacher. Nach der Volksschule besuchte er das Gymnasium und bestand 1957 das Abitur. Es schloss sich das Theologiestudium in Münster, Innsbruck und Paris an. 1964 wurde er schließlich in Münster zum Priester geweiht und feierte eine Woche später seine Primiz in seiner Heimatkirche in Liesborn.
Nach kurzer Kaplanszeit in Rheinhausen kam er nach Marl und wirkte dort 25 Jahre als Religionslehrer, Pfarrer und Dechant. Nebenberuflich studierte er Sozialwissenschaften, Pädagogik und Psychologie. Er arbeitete bei der Caritas und in Beratungsstellen, unter anderem in der Telefonseelsorge. Ebenso war er viele Jahre als Psychotherapeut tätig und hat auch in diesen Bereichen segensreich gewirkt.
Nach weiteren Stationen u. a. als Inselpfarrer auf Wangerooge und später als Pfarrer in Moers wurde er im Alter von 75 Jahren emeritiert und lebte seitdem in Recklinghausen, wo er weiterhin als Seelsorger tätig war. Heinz Bücker sei während seines langen Lebens ein lebensfroher, weltoffener und vielseitig interessierter, humorvoller Mensch gewesen, heißt es durch Wilhelm Plümpe verfassten Nachruf.
Heinz Bücker wurde am 22. März 2025 auf dem Recklinghausener Nordfriedhof begraben. Er hatte seine Beerdigung und seinen Totenbrief selbst geplant und ließ dabei noch einmal seinen Humor aufblitzen. So ist dort zu lesen: „Auf Wunsch des Verstorbenen bitte keine Kränze, keine Sonderkollekte. Die Abschiedsfeier ist für die Teilnehmer/innen ‚kostenlos‘. Ein Gebetsgedenken ist willkommen.„
2017 war Pfarrer Bücker zu einer Lesung in seinem Heimatort Liesborn
Nachruf: W. Plümpe, Video+Archivfoto: mw/bb.