Diestedde (mw/bb). Es läuft sprichwörtlich rund beim SV Diestedde. Im 60. Bestehensjahr darf sich der Traditionsverein im Nikolausdorf über eine erhebliche Aufwertung der einstigen SVD-Garage freuen. Davon profitieren alle Sparten des Vereins, inbesondere aber die Bogensportabteilung. Möglich gemacht wurde die Rundumerneuerung durch das NRW-Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“. Am Donnerstagnachmittag überzeugten sich Bürgermeister, Ratsfraktionen, Rathausmitarbeitende, Vereinsmitglieder und am Bau Beteiligte von den Vorzügen der Komplettsanierung.



Bernd Pölling ist seit dem Frühjahr Vorsitzender des SVD und man merkt dem Diestedder an, dass er den Posten mit viel Herzblut ausfüllt. Gemeinsam mit seinem Vorstandsteam und den Spartenleitern wurde in diesem Jahr nicht nur das große Vereinsjubiläum organisiert und umgesetzt, sondern auch an vielen Stellschrauben gedreht. In den letzten Jahren wurden vor allem die Sparten Tanzen, Bogensport und „Dirt Jump“ konsequent weiterentwickelt, ohne dabei die sportlichen Wurzeln des Vereins zu vergessen. Noch unter der Regie von Frank Westarp wurde der Antrag zur Instandsetzung der in die Jahre gekommenen SVD-Garage am Spielplatz neben dem Bike-Park im Dezember 2022 auf den Weg gebracht. Das Gebäude war seit Anfang der 2000er-Jahre durch den Neubau der Umkleiden etwas weiter östlich am Rasenplatz etwas vernachlässigt worden. Dennoch sollte das Gebäude als Lagerraum unbedingt erhalten werden. Seit dem Sommer erstrahlt das 45 Jahre alte Gebäude in neuem Glanz.
Beim Ortstermin am Sportplatz betonte Bürgermeister Christian Thegelkamp, dass man in der Gemeinde Projekte vor allem dann umsetze, wenn sie auch umgesetzt werden müssen und man nicht einfach Förderprogramm nutze, um nicht unbedingt erforderliche Maßnahmen einzuleiten. Förderprogramm und Renovierungsbedarf passten hier zusammen. Schon zum Jahresbeginn 2023 erfolgte ein positiver Förderbescheid. Die Bewilligung erfolgte im März 2023 und vor knapp einem Jahr begannen im November 2023 die Umbauarbeiten, die im Frühjahr 2024 dann weitestgehend abgeschlossen werden konnten. Schwerpunkt des Umbaus war die energetische Sanierung. Eine neue Außendämmung wurde angebracht, Fenster, Elektrik und Abdichtungen erneuert. Auch Maler- und Pflasterarbeiten fanden statt. Summa summarum kostete der Umbau 59.300 Euro. Mit einem Eigenanteil von 5.930 Euro aus dem kommunalen Haushalt steuerte die Gemeinde 10 % davon bei, der Rest wurde vom Land NRW gefördert.
„Das ist ein gutes Ergebnis mit einem Mehrwert“, freute sich Waderslohs 1. Bürger über das aus seiner Sicht sehenswerte Ergebnis, das Bauplaner Wilhelm Weinekötter verantwortete. „Der neue Anstrich hat dem Unterstellplatz neues Leben eingehaucht. Die energetische und optische Aufwertung freut uns als SVD sehr“, so Bernd Pölling. Durch die Außensanierung konnte auf der rückseitigen Gebäudeseite ein zusätzlicher Raum als Unterstellmöglichkeit für die Bogensportsparte geschaffen werden. So sind die Zielscheiben künftig wesentlich besser vor der Witterung geschützt. Passend dazu richtet der SVD am 10. November die Bezirksmeisterschaften im Bogenschießen aus. Und auch eine weitere „bauliche“ Maßnahme steht in den kommenden Monaten an: Schräg gegenüber von dem Garagenbau soll auf dem einstigen Ascheplatz ein Multifunktions-Court entstehen.
Fotos/Text: mw/bb.