Über eine besondere Auszeichnung dürfen sich die Schülerinnen und Schüler des Johanneums Wadersloh und der Don-Bosco-Schule in Bad Waldliesborn freuen: Bei einem Schülerwettbewerb zum Thema Inklusion wurden die beiden Schulen mit 1. Platz auf Landesebene ausgezeichnet.

Eine Schülergruppe der Q1 des Johanneums sowie die Abschlussklasse der Don-Bosco-Förderschule ist kürzlich gemeinsam mit einigen Eltern und den betreuenden Lehrerinnen, Sandra Hampel, Elisabeth Trebbau und Stefanie Hofmann, auf Einladung der Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Christina Kampmann, zur Auszeichnung der Preisträgerinnen und Preisträger im NRW-Schülerwettbewerb 2016 „Begegnung mit Osteuropa“ (Ein Europa – viele Gesichter) nach Bochum gefahren. Im Rahmen einer Feierstunde im RuhrCongress nahm die Gruppe stolz ihren mit 300 Euro dotierten Landessiegerpreis entgegen.
„Am diesjährigen Wettbewerb beteiligten sich rund 5.400 Jugendliche mit 1.873 schriftlichen und künstlerischen Beiträgen. 36 Arbeiten aus Nordrhein-Westfalen und 10 Beiträge aus Kroatien, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei und aus der Ukraine gehören zu den prämierten Landessiegerarbeiten. Sie zeichnen sich in besonderer Weise durch Qualität, Kreativität und Eigeninitiative aus. Dabei steht die „Begegnung der Jugend“ zwischen NRW und den osteuropäischen Ländern im Vordergrund“ heißt es im Statement der Bezirksregierung.
Kooperation mit dem Museum Abtei Liesborn
Seit Schuljahresbeginn arbeiteten die Schülerinnen und Schüler des Johanneums und der Don-Bosco- Schule gemeinsam an einem inklusiven museumspädagogischen Projekt in Zusammenarbeit mit dem Museum Abtei Liesborn zum Thema „Selfie trifft Porträt“ um sich künstlerisch zu betätigen und als sogenannte Teamer im Museum anderen Jugendlichen und auch Erwachsenen Kunstwerke näher zubringen. Daher trafen sie sich in regelmäßigen Abständen im Abteimuseum oder an einer der Schulen. Beim Erkunden des Museums wählten sie jeweils in Dreierteams, zusammengesetzt aus Schülern beider Schulen, ihr Lieblingsporträt aus, über das sie mehr erfahren wollten und mit dem sie sich daher intensiver beschäftigten. In mehreren Workshops lernten sie unter anderem gemeinsam mit der Künstlerin Birgit Baxpöhler verschiedene praktische Techniken wie den Fototransfer oder die Umrissübertragung mit Kohlepapier und die Spachteltechnik kennen.
Das Wissen nutzten die Schülerinnen und Schüler bei der praktischen Arbeit für den Schülerwettbewerb zum Projekt „Mit einem Selfie fing alles an“. Wie in der Aufgabe vorgegeben, nahmen sie als Ausgangspunkt für ihre künstlerische Arbeit Selfies, die sie zuvor selbst erstellt und ausgedruckt hatten. Des Weiteren wollten sie mit ihren Bildern etwas von sich preisgeben, indem sie ihre Vorlieben und Hobbys mit darstellten. Die Umsetzung konnte dabei sowohl realistisch, aber auch abstrakt erfolgten. Wichtig war es den Teilnehmern sich als Team und als gleichwertige Partner zu präsentieren. Daher malten sie nicht nur alle auf gleichgroßen Leinwänden, sondern „verknüpften“ ihre Bilder innerhalb ihrer Dreiergruppen zusätzlich durch ein verbindendes Element, welches die Partner gemeinsam festlegten.
Die Jury zeigte sich beeindruckt von dem „kooperativen Engagement“ und bewertete die Ergebnisse der Projektarbeit als eine abwechslungsreiche und sehr kreative Auseinandersetzung mit dem Thema „Selfie“.
Sandra Hampel, Elisabeth Trebbau und Stefanie Hofmann freuen sich mit ihren Schützlingen über den errungenen Sieg. „Die Schülerinnen und Schüler waren mit Begeisterung bei der Sache. Was als gemeinsames Projekt begonnen hat, ist für uns gelebte Inklusion geworden.“
Doppelter Grund zur Freude: Auch Unterstufe erringt Landessieg

Die Freude bei Frau Hampel war besonders groß, da sie mit Schülern ihrer Klasse 6b noch einen zweiten Landessieg in Bochum in Empfang nehmen konnte. Zum künstlerischen Projekt „Die wundersame Blume“ hatten die Unterstufenschüler in Anlehnung an die verschiedenartigen Blumenmuster des finnischen Designers Marimekko verschiedene eigene Designs entworfen und damit verschiedene Gegenstände künstlerisch aufwändig über etliche Wochen im Kunstunterricht gestaltet. „Die Klasse war voller Elan bei der Sache und hat bis zum Schluss konzentriert auf Hochtouren gearbeitet“, erklärte Frau Hampel stolz. Diesen besonderen Einsatz lobte auch die Jury.
Quelle: Johanneum Wadersloh / Fotos: Johanneum (2), Brüggenthies (2)